Truly | Rezension

Truly – In Love #1

Wir feiern zu Higher Love von Whitney Houston & Kygo, verlieben uns mit Camila in Shawn und schreien uns zu Taylor die Seele aus dem Leib.

Ava Reed, Truly

Informationen zum Buch

Titel: Truly | Autor: Ava Reed | Genre: Liebesroman | Verlag: LYX | Seitenanzahl: 385 | Erscheinungsdatum: 27.05.2020 | ISBN: 978-3736312968 | Preis: 12,90€ (Broschiert)

Klappentext

Wenn meine Welt stillsteht, dreht sich deine dann weiter?

Kein Job, keine Wohnung, kein Geld – so kommt Andie nach Seattle. Hier will sie sich ihren Traum erfüllen und endlich zusammen mit ihrer besten Freundin an der Harbor Hill University studieren. Während Andie darum kämpft, das Chaos in ihrem Leben in den Griff zu bekommen, trifft sie auf Cooper, der sie mit seiner schweigsamen Art gleichermaßen anzieht wie verwirrt. Und obwohl Andie genug Sorgen hat, lässt er sie einfach nicht los. Sie will wissen, wer Cooper wirklich ist. Aber sie merkt schnell, dass manche Geheimnisse tiefere Wunden hinterlassen als andere …

Quelle: Thalia.de

Drei Worte, um das Buch zu beschreiben:

Langweilig, Overhyped, Schwach

Meine Meinung

Vorab an alle da draußen, die dieses Buch lieben und ihm eine fünf Sterne Bewertung gegeben haben: Es tut mir leid, aber ich kann diese Liebe leider absolut nicht teilen, noch nachvollziehen. Dementsprechend warne ich vor: Diese Rezension fällt nicht gerade gut aus.
Aufgrund der wirklich guten Rezensionen des Buches habe ich mich dann schließlich doch dazu entschieden Truly eine Chance zu geben, obwohl es mich bereits vor Veröffentlichung dank der LYX Teaser nicht wirklich gecacht hat. Ich bin froh es umsonst zur Verfügung gestellt bekommen zu haben, soviel vorab.

Die Storyline:
In Truly treffen wir auf Andie und Cooper, zwei Charaktere, die ich sehr wie soll ich sagen, komisch und irgendwie auch unattraktiv fand. Sowohl charakterlich als auch äußerlich. Bereits nach den ersten 20% des Buches habe ich gemerkt, dass es wirklich wirklich langweilig ist und ich immernoch nicht mit den Protagonisten warm geworden bin und leider hat sich daran auch im Verlauf des Buches nichts verändert.
Aber fangen wir mal ganz vorne an und beginnen mit dem Cover, welches ich wirklich sehr schön finde. Mir gefallen die Farben und eben auch die Tatsache, dass es so schlicht gehalten ist. Da haben Ava Reed und der LYX Verlag gemeinsam wirklich gute Arbeit geleistet.

Der Prolog ist meines Erachtens nach auch ganz gut gelungen, denn er hat neugierig gemacht. Doch leider wars das dann auch schon und es kam die Ernüchterung. Die Auflösung war vorherzusehen und keine wirkliche Überraschung mehr. Da hätte ich mir echt was krasseres vorgestellt. Von Anfang an hat sich das Buch in ewigen Monologen gezogen und es gab keine wirkliche Storyline die ein großartiges Problem beinhaltet hat. Wenn es dann mal ein Problem gab wie *Spoiler* Andies Wohnungssuche und kurzzeitige Obdachlosigkeit *Spoilerende*, dann wurde dies bereits in einem einzelnen Kapitel geklärt. Wahrscheinlich hätte das doch recht kurze Buch gut 100 Seiten mehr vertragen können, um ein wenig Storyline rein zu bringen, aber wenn ich ehrlich bin glaube ich, dass auch diese Seiten es nicht mehr verbessert hätten.

Andie und Cooper kommen natürlich zusammen. Was anderes erwarte ich bei New Adult oder einem Buch aus einer Reihe die „In Love“ heißt auch nicht, aber die Tatsache wie dies geschieht… Ich habe sehr oft die Augen verdrehen müssen.
Ich kann absolut nicht nachvollziehen, wie Andie und Cooper sich so ineinander verlieben konnten, denn sie reden kaum miteinander, kennen sich eigentlich gar nicht und naja. Er hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, findet sie süß und interessant und sie reagiert heftig auf ihn und seinen ach so heißen Body. Aber von wirklich tiefgründigen Emotionen fehlt jede Spur. Selbst das klärende Gespräch war wirklich wenig, denn da ist es dann am Ende auch auf die sexuelle Anziehung der beiden hinaus gelaufen. Das alles ist einfach so oberflächlich und wirklich emotionslos.
Für mich gehört mehr dazu um sich ineinander zu verlieben als das man Arbeitskollege und Mitbewohner ist und den anderen heiß findet. Da gehören tiefgründige Gespräche, Vertrauen und Emotionen dazu. Alles Dinge die Andie und Cooper anscheinend nicht kennen.

Von der Sexszene will ich gar nicht erst anfangen. Ich verstehe noch immer nicht, warum sie erst aus ihrer Sicht geschrieben wird nur um dann das gleiche aus seiner Sicht noch einmal zu lesen?! Die Szene habe ich dementsprechend aus seiner Sicht bloß noch überflogen.

Neben der fehlenden Spannung in der Storyline haben auch die Charaktere für mich ein großes Problem dargestellt, denn leider haben die Nebencharaktere, die deutlich interessanter als Cooper und Andie waren, den Protagonisten die Show gestohlen.

Die Charaktere:
Andie ist in Truly unsere Protagonistin und bereits als ich die Charakterkarte zu ihr gesehen habe, fand ich sie leider wirklich unattraktiv. Das mag vielleicht ziemlich oberflächlich klingen, das weiß ich, aber leider hat sich dieser Verdacht beim Lesen von Truly für mich bestätigt. Weder äußerlich, noch vom Charakter her finde ich, dass Andie eine attraktive oder gar interessante Person ist. Ihre Ticks, dass sie ständig alles aufräumen und sortieren muss fühle ich einfach nicht und ich muss sagen ich kann die Wut der von June (Andies bester Freundin) verhassten Mitbewohnerin vollkommen nachvollziehen, denn ich wäre ebenfalls sauer, wenn jemand fremdes einfach meine Regale umräumt, weil ihm die Ordnung nicht passt.
Selbst auf ihrer Arbeitsstelle, die sie wohlbemerkt erst seit wenigen Wochen hat, räumt sie einfach alles um, ohne zuvor mit jemandem gesprochen zu haben und schenkt man Coopers Aussage glauben, steckt nicht mal ein Prinzip, welches für alle ersichtlich ist, hinter, sondern einfach nur eine Sortierung die NUR für Andie perfekt ist.
Zusätzlich führt Andie ständig irgendwelche Monologe in denen sie beweist, dass sie absolut nicht spontan und gelassen sein kann, was mich in einem Roman wirklich stört. Da erwarte ich ein wenig spontanität um ein bisschen Spannung zu erzeugen, aber Fehlanzeige. Sie würde am liebsten sofort zurück nach Hause, als ihr Bruder sie fragt, was er bei einem kleinen Wäscheunfall am besten macht um Schaum los zu werden.

Mit Cooper konnte ich über dass gesamte Buch hinweg ebenso wenig warm werden wie mit Andie. Auch nach beenden des Buches weiß man eigentlich kaum etwas über ihn, was ihn als Charakter wirklich sehr schlecht macht, meiner Meinung nach. Fast jedes Kapitel, das man aus seiner Sicht lesen darf ist ein einziger Monolog und dreht sich immer um das Selbe.
*Spoiler* Wenn Andie in seiner Nähe ist sind seine Gedanken ungefähr so: ich will sie küssen, lieben, anfassen. Sie ist so süß.
Wenn sie nicht bei ihm ist: Ich muss aufhören an sie zu denken, ich hasse es sie im Kopf zu haben.
Wenn ein Mann bei Andie ist: Ich hasse ihn, ich will ihm eine reinschlagen und mit seinem Gesicht den Asphalt wischen. *Spoilerende*
Ich meine was zum Teufel läuft da falsch? Diese Monologe sind jedes Mal gleich und bringen die Storyline absolut nicht voran, was ich wirklich wirklich schlecht finde. Und das beste an Cooper, was mich wirklich verstört hat ist die Tatsache, mit wem er Andies Lächeln vergleicht, welches er so attraktiv findet. *Spoiler* Es ist das Lächeln seiner Schwester. Sorry aber einfach nein. *Spoilerende*

Umso interessanter fand ich Mason, Coopers besten Freund, und June, Andies beste Freundin. Die beiden sind in Truly die Nebencharaktere und soweit ich weiß wird sich Teil 2, Madly, der In Love Reihe von Ava Reed um die beiden drehen. Leider, wirklich leider, stehlen die beiden jedoch in einem Buch in welchem es um andere geht den Protagonisten die Show sobald sie auftauchen, denn sie liefern einfach sehr viel mehr Input.
Was mich stört, auch wenn ich die beiden gern habe ist die Tatsache, dass man bei 65% des Buches mehr über Mason weiß, als über Cooper, unserem eigentlichen Protagonisten. Die Tatsache, dass ich durch Truly bereits viel über Masons Familiensituation und Vergangenheit weiß dämpft irgendwie die Vorfreude auf Madly, denn jetzt ist seine Geschichte keine Überraschung mehr. Da muss sich Ava Reed wirklich einiges überlegen um die Geschichte rund um Mason noch spannend und überraschend zu gestalten.
Über Nebencharaktere sollte man wie ich finde, nicht mehr wissen als wer sie sind und was für eine Rolle sie für den Protagonisten haben. Das finde ich, ist nur bei June der Fall. Von ihr weiß man nicht mehr, als dass sie Andies beste Freundin ist, die gemeinsam mit ihr durch dick und dünn gegangen ist und es auch immernoch tut.

Socke den streunenden Hund, welchen Andie aufnimmt, finde ich dafür umso süßer. Leider freue ich mich auch mehr über ihn und finde ihn interessanter als unsere Protagonisten.

Der Schreibstil:
Ava Reeds Schreibstil hat es mir leider auch nicht wirklich angetan. Es gibt viele Szenen, die wie ich finde einfach nur stumpf und langweilig sind. Eben in die Länge gezogen. Mir ist beim Lesen des öfteren aufgefallen, dass sie viele Aufzählungen nutzt, die einfach absolut keine Emotionen rüberbringen. Eine Szene ist mir besonders im Kopf geblieben die in etwa so war: Ich halte meine blutende Hand unter den Wasserstrahl. Das mit Blut vollgesaugte Handtuch stopfe ich in meine Hosentasche. Meine Hose ist eh schon mit Blut befleckt, da ist das jetzt auch egal. Dann nehme ich mir Papiertücher.

Das ist einfach nur öde zu lesen. Es bringt mir keine Emotionen rüber und lässt mich seufzend auf die Zeilen starren.

Fazit

Ich hätte mir in den Arsch gebissen, wenn ich mir dieses Buch gekauft hätte, denn ich bin wirklich enttäuscht. Entgegen dem Großteil der Bewertungen kann ich Truly nicht weiterempfehlen, denn für mich war es einfach eine wirklich schwache Leistung.
Ich lege Hoffnung auf Madly, denn Mason und June sind zwei angenehme und vorallem interessante Charaktere, aber kaufen werde ich mir dieses Buch ebenfalls nicht. Aus Angst auch davon enttäuscht zu sein. Ich werde es mir wahrscheinlich leihen, wenn es dann soweit ist und mich die Rezensionen ansprechen.
Leider bekommt Truly von mir nur 2 von 5 Sterne.

⭐⭐

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2 Kommentare zu „Truly | Rezension

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